Amyotrophe Lateralsklerose

Die Erkrankung wurde im Jahre 1874 erstmals von Henry Charcot, einem berühmten Neurologen in Paris, beschrieben. Sie gehört in die Gruppe der seltenen neurodegenerativen Erkrankungen und tritt nur bei ca. 3 pro 100.000 Einwohnern auf, d. h., ca. jede 400. Person erkrankt im Laufe ihres Lebens an ALS.

Bei ALS kommt es im Gehirn und Rückenmark zu einem fortschreitenden Verlust von Nervenzellen, welche die Muskeln und damit jede Bewegung steuern.

Die Ursache der Erkrankung ist, trotz weltweit intensivster Forschungs-bemühungen in allen anerkannten wissenschaftlichen Zentren von Amerika, Europa und Japan noch weitgehend unbekannt.

Unterschiedliche Wirkstoffe (Wachstumsfaktoren, Vitamine, Antibiotika, Chemotherapeutika etc.) zeigten in unterschiedlichen, groß angelegten Studien keinerlei Wirkung auf den Krankheitsverlauf. Die Möglichkeit der Stammzellentherapie wird derzeit in Studien wohl erforscht, ein gesicherter Nutzen konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Einzig Rilutek® zeigte in vier internationalen Studien einen geringen Effekt auf den Krankheitsverlauf.

Obwohl eine, die Ursache bekämpfende Therapie noch fehlt, gibt es im Verlauf der Erkrankung viele Möglichkeiten zu helfen und zu unterstützen.